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Wolfgang Millendorfer

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Wolfgang Millendorfer wurde am 1. Oktober 1977 in Eisenstadt geboren und wuchs in Sigleß auf. Er studierte in Wien und lebt und arbeitet heute als Journalist und Autor im Nordburgenland. Er wirkte an Theater- und Filmprojekten mit, ist Initiator verschiedenster Kunst-Events und Musik-Experimente und veröffentlichte unter anderem die eigenständigen Erzählbände Stammgäste (edition lex liszt 12, 2007) und Doppelgänger (edition lex liszt 12, 2011). Zu seinen Auszeichnungen zählen der Literaturpreis der Burgenlandstiftung Theodor Kery 2012, der Burgenländische Literaturpreis 2011, das Aufenthalts-Stipendium des Landes Burgenland im Künstleratelier Paliano, Italien (April 2011) sowie der BEWAG-Literaturpreis 2008. 
 

Zylinderkinder 

 
– 1 – Von jener Nacht an flüchteten wir in jeder Nacht. Ließen die Lichter hinter uns und fuhren raus aus der Stadt. Sie blieb hinter uns liegen, wir aber atmeten schon eine Stunde später dem Wald die Luft weg. Die ganze Nacht saßen wir so da, im alten Laub. Manchmal verzogst du deinen Mund zu einem Lächeln. Es gab Nächte da draußen, in denen war ich glücklich. 
 
– 2 – Über Nacht hatte er sich bei einem seiner Streifzüge durch die Stadt den Fuß verdreht. Als er noch vor dem Licht erwachte, seinen schweren Körper durch die schmalen Gänge schleppte und den schlechten Fuß hinter sich herzog, erkannt er, dass er alleine war. Er öffnete den Kühlschrank, öffnete Schubladen und Küchenkästen, aß dem Anderen die Gummimännchen und den Kuchen weg und trank dazu Milch. Dann kamen der Andere und die Frau zurück. Kauend stand der Mitbewohner in der Unterhose und wartete an der Tür. „Wo wart ihr?“, fragte er. Sie antworteten nicht. Der andere nahm ihm das Säckchen mit den Gummimännchen aus der Hand. 
 
– 3 – Der Zauberer hatte Hunger, doch er fuhr weiter. Seit Monaten war er unterwegs, zauberte an jeder Schank für ein Glas Bier und eine warme Mahlzeit, schlief in den Lagerräumen der freundlichen Wirte und ließ sich von den weniger freundlichen verjagen. Heute Nacht hatte es für einen Schlafplatz nicht gereicht und er war gefahren, statt Essen gab es Asphalt. Der Zauberer wurde langsam müde. Die Dunkelheit hatte damit nichts zu tun. 
 
– 4 – Der Mitbewohner hatte bald schon bemerkt, dass der andere und die Frau über Nacht verschwanden. Sie war einmal seine rau gewesen. Wann sie das gewesen war, das wussten alle drei nicht mehr. Und jetzt dachten die zwei, er höre sie nicht, wenn sie sich in den finsteren Hof jenseits der Tür stahlen und verstohlen den Wagen starteten, um wer weiß wohin zu fahren. Das Wissen um seine Einsamkeit bereicherte bald aber auch seine Nächte. Er schlich durch die leere Wohnung und in ihrem Zimmer herum, suchte zwischen den Socken des Anderen die Wäsche der Frau und versuchte sich an einzelne Stücke zu erinnern. Er schlich durch die leere Wohnung und in ihrem Zimmer herum, suchte zwischen den Socken des Anderen die Wäsche der Frau und versuchte sich an einzelne Stücke zu erinnern. Er schaffte es nie, und vor dem Aquarium blieb er dann jede Nacht stehen und sah den Fischen zu, klopfte gegen die Scheibe. 
 
– 5 – Wieder stiegen wir aus dem Wagen und wieder und wieder saßen wir im Wald. Die schwarze Luft um uns, die silberne Luft um uns und selten nur Tiere, die uns störten. In der vorletzten Nacht hatte ich vorgeschnittenes Brot mitgebracht. Während ich in meine Tasche griff, warst du mit dem Kämmen deiner Haare beschäftigt. Ich sagte: „Schließ die Augen.“ Du ließt das Kämmen sein und wartetest ab, mit geschlossenen Augen. Und mitten im Wald kochte ich für dich. Legte Schinken auf eine Scheibe Brot und bedeckte ihn mit einer Schicht Salat, bis die Blätter seitlich zu Boden fielen. Eine Zitrone hielt ich noch einmal darüber und legte dir dann das Brot in die Hände. Du kautest, schlucktest, danach gab ich dir Schokolade. Es schien dir zu schmecken. Du logst. Und du warst nicht satt. 
 
– 6 – Der Zauberer war in seinem Element. Rund um ihn drängten sich die Betrunkenen, als er einen falschen Stoffhasen nach dem anderen aus dem Zylinder zog. Über die Schulter warf er die verbeulten Tiere dem Wirten zu, der sie hinter der Schank verschwinden ließ. Der Wirt klatschte in die Hände, die Betrunkenen klatschten in die Hände und prosteten einander mit lautem Hals zu. Der Zauberer verneigt sich viele Male und verstreute Rosen aus Plastik. Auf der Schank warteten schon ein großes Glas und ein voller Teller. Der Wirt hatte ihm zwischen den Biertrögen einen Schlafplatz gerichtet und bat ihn, auch am folgenden Abend sein Gast zu sein. Der Zauberer willigte ein. Endlich hatte er sein Publikum, womöglich gar seine Freunde gefunden. 
 
– 7 – Dass er in dieser letzten Nacht auch die tiefgekühlten Fleischbrocken des Anderen aufgetaut hatte, war dem Mitbewohner nicht genug. Bis auf eines hatte er jeglichen Vorrat in der kahlen Küche aufgebraucht und noch hatte er Hunger. Und schon während er sich die Fleischstücke in den Mund gesteckt hatte, war er wieder um das Aquarium geschlichen. Das Schleichen behielt er bei, schlich durch die Wohnung, um den letzten Kranz Kekse zu holen, und wieder zurück ins Zimmer des Anderen und der Frau. Einen Fisch nach dem nächsten angelte er mit seinen zitternden Fingern aus dem Aquarium und sie zappelten und er steckte sie sich zwischen die Keksscheiben und aß sie allesamt mit nur wenigen Bissen auf. Er wischte seinen Mund mit der Wäsche der Frau trocken, legte sich ins fremde Bett und schlief so tief wie lange nicht. 
 
– 8 – Als der Zauberer an diesem letzten Abend mangels weiblicher Besucher den Trick mit der zersägten Jungfrau am Wirten persönlich vollführte, hatte er selbst schon einen unter dem Zylinder. Die wackelnde und singende Säge setzte er an die falsche Stelle und bald gab es Blut. Der blutende Wirt tobte durch die Stube, die Gäste fielen über ihre eigenen Füße und fielen doch auch über den Zauberer her, bevor der flüchten konnte. Sie schlugen ihn mit Fäusten und zerbrochenen Bierkrügen und drückten ihre Zigaretten auf seine Haut. Der Wirt hatte sich die Wunde verbunden und begleitete bald jeden einzelnen Schrei mit zufriedenem Nicken. Der Zauberer war einst ausgezogen, um Freude zu verbreiten. Er hatte nicht mit der Welt gerechnet. Außerdem hatte er die Rechnung ohne den Wirt gemacht. 
 
– 9 – Und jetzt war es der Zauberer, der blutete. Sie hatten ihn noch eine Weile bearbeitet, hatten ihn schließlich gepackt und in den Kofferraum seines eigenen Wagens gelegt, um grölend mit ihm davonzufahren. Am Rand des Waldes blieben sie stehen, holten den Zauberer aus dem Kofferraum und ließen ihn liegen. Den zerbeulten Zylinder drückten sie ihm auf die Brust, einen Stoffhasen klemmten sie ihm zwischen die Zähne und mit seinem Wagen fuhren sie weiter. Der Zauberer wartete, bis sie fort waren, dann versucht er aufzustehen. Er weinte und stand endlich schief im Licht des Mondes am Waldrand. Unter Schmerzen hob er den Zylinder vom Boden und warf ihn weit weg von sich und in den Wald hinein. 
 
– 10 – In der letzten Nacht fiel ein Zylinder vom Himmel. Ich kroch um ihn herum und immer tiefer in den Wald, du setztest ihn auf deinen Kopf und krochst hinter mir her. Es begann zu regnen, als du vom ersten Tannenzapfen kostetest. Du nicktest mir zu und ich tat es dir gleich. Wir krochen weiter und nahmen uns, was auf unserem Weg lag. Äste, Blätter, Wurzeln, Erde – alles aßen wir auf, die ganze Nacht lang waren wir am Kauen. Als die Sonne hinter dem Laub hervorkam, bemerkten wir, dass wir uns verkrochen hatten, im Wald falsch abgebogen waren. Und mir tat der Bauch weh. 
 
– 11 – Ein neuer Morgen also – der erste von nun an – die Sonne über den Bäumen – wir am Boden – den Wald in uns. Es war eine lange Nacht. Ich sehe nach, ob du noch atmest. Und du atmest. Beinahe wieder gleichmäßig bläst du die Luft aus deinem Mund und ein Blatt tanzt dabei lustig über deinen Lippen.
 
 
Aus dem Buch: 
Kurzgeschichten 
© edition lex liszt 12, 2011

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