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Stefan Horvath wurde am 12. November 1949 in der alten Roma-Siedlung in Oberwart geboren. Er war der erste unter den Oberwarter Roma, der eine Hauptschule besuchte, später arbeitete er u.a. bei Baufirmen in Wien und schaffte es zum Betriebsrat und Polier.
Im Februar 1995 traf ihn der wohl schwerste Schicksalsschlag: Beim Bombenattentat in der Siedlung kam einer seiner Söhne ums Leben. Es war jedoch auch der Beginn seines Schreibens. 2003 erschien sein Erzählband Ich war nicht in Auschwitz, der von Schulkindern illustriert wurde (edition lex liszt 12). 2007 folgte das Buch Katzenstreu (edition lex liszt 12), in dem er dem Terror des 4. Februar 1995 aus verschiedenen Perspektiven begegnet. Ein Jahr später gestaltete er dazu gemeinsam mit dem Musiker und Komponisten Willi Spuller auch eine Hörspiel-CD (edition lex liszt 12, 2008), bei der Sprecher wie Karl Markovics mitwirkten. 2013 erschien ebenfalls in der edition lex liszt 12 sein bislang letztes Buch Atsinganos – Die Oberwarter Roma und ihre Siedlungen. 

Lass mich träumen! 

In meinen Träumen kann ich fliegen
Bis hinauf in den Himmel und auch rund um die Welt
In meinen Träumen kann ich die Welt umarmen
Ohne Angst zu haben, dass mich Dornen verletzen
 
In meinen Träumen möchte ich nicht aufwachen
Weil ich mich in der Wirklichkeit nicht zurecht finden will
In meinen Träumen sind alle Menschen Schwestern und Brüder
 
Darum sei leise, denn meine Träume sind furchtbar scheu
Lass mich träumen!
 
Aus dem Buch:
© edition lex liszt 12, 2013

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