Hans Krenn wurde 1935 in Donnerskirchen geboren. Seit der Jugend ist er bildnerisch und literarisch tätig, seit 1976 schreibt er seine Texte fast ausschließlich in der burgenländischen Mundart. Außerdem beschäftigt er sich mit Malerei, Ikonen und Grafik und ist seit 2001 Mitglied im Künstlerkreis IMAGO der Erzdiözese Wien mit Ausstellungen im In- und Ausland. Seine literarischen Arbeiten veröffentlichte er im Rundfunk, in Zeitschriften und Anthologien. Texte in Mundart (auch Audio) und Bilder zum Kreuzweg sind auch im Internet abrufbar.
Hörprobe
Mei(n) Dorf
I mog dih, mei(n) Dorf,
So a Wort
Noh unlängst
Noh unlängst san die Wüldgäns gflogn
Im Nebü ba da Nocht.
Da Wind is durch 'n Tia(r)spolt zogn,
hot eahnan Schroa miteinatrogn.
Host dih ins Ofawinkerl gmocht
und gwocht.
Hiatz siach i dih scho(n) oft im Goartn,vorm Fensta af da Baonk.
Wia sih die Sunnstrohl driwabroatn,
is jeda Grosholm voulla Woa(r)tn.
Bold steht er wieda schlaonk und blaonk.
Gott sei Daonk.
Aus dem Buch:
Umi za dir
Gedichte und Prosa in burgenländischer Mundart
© edition lex liszt 12, 2015
